Das erledige ich gleich selbst

Schulungen beantragen und mitverfolgen, wann sie genehmigt werden. Diese und andere HR-Prozesse können mit einem Self-Service Portal oder einer App vereinfacht und beschleunigt werden. Wir haben Ihnen Wissenswertes über Umsetzung und Vorteile zusammengestellt.

Self-Service machen wir jeden Tag

Wir tun es in der Kantine zu Mittag, bei unseren Bankgeschäften, beim Tanken, wenn wir ein Hotelzimmer buchen, ein Bahnticket kaufen oder beim Einkaufen im Supermarkt: Self Service, also Selbstbedienung. Diese Gewohnheiten aus unserem Alltag können daher auch an den Unternehmen nicht spurlos vorbeigehen. Employee Self Service (ESS) heißt wörtlich übersetzt Mitarbeiter Selbstbedienung, besser formuliert bedeutet dies die Selbstbedienung am Arbeitsplatz, bzw. die Mitarbeiter-Selbstverwaltung. In diesem Zusammenhang wird auch oft von Manager Self Service (MSS) gesprochen, damit auch Führungskräfte (logischerweise) in die personalwirtschaftlichen Verwaltungsprozesse eingebunden werden.

Viele Anwendungsmöglichkeiten in der Personalverwaltung

Unabhängig von Zeit und Ort, sowie von Anwesenheiten der Personalabteilung, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ESS eigenständig zahlreiche Tätigkeiten erledigen, wie

  • Urlaubsanträge
  • Abrechnung von Dienstreisen
  • Anmeldung für Schulungen.

Ebenso können darüber auch Informationen zur Verfügung gestellt, bzw. von den jeweils Berechtigten angesehen oder gewartet werden, wie

  • Mitarbeiter-Stammdaten
  • Gehaltsnachweise
  • Arbeitszeugnisse und Kurszertifikate
  • Mitarbeitergespräche
  • An- oder Abwesenheiten.

Technische Grundlagen und Nutzerfreundlichkeit beachten

Für ESS und MSS benötigen Beschäftigte und ihre Führungskräfte ein Portal und/oder eine App, um ihre jeweiligen HR-Prozesse starten, den Status verfolgen oder genehmigen zu können. Bei der Auswahl einer solchen Lösung muss besonders auf den Datenschutz geachtet werden, denn die sensiblen Personaldaten unterliegen der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung). Es muss genau einstellbar sein, wer auf welche Informationen zugreifen oder sie verändern darf. In der Regel sind diese Self-Service Portale oder Apps Teil einer HR-Software Lösung; so ist zum einen für die Datensicherheit gesorgt, zum anderen für eine benutzerfreundliche und integrierte Lösung in die weiteren Personalprozesse. Eine ESS- oder MSS-Anwendung sollte auch leicht und intuitiv nutzbar sein, dann wird sie schnell von allen akzeptiert, weil die Vorteile gesehen werden.

Digitalisierung unterstützt Wunsch nach flexiblem Arbeiten

Home-Office in der Pandemie und der allgemeine Trend zum mobilen Arbeiten haben die Digitalisierung in vielen Unternehmen vorangetrieben. Immer mehr Arbeitskräfte wünschen sich flexible Arbeitsmodelle und wählen ihren Arbeitgeber auch nach diesen Möglichkeiten aus. Diese Flexibilität braucht digitale Prozesse. Viel Automatisierung passiert in den Unternehmen schon bei Logistik oder Planung, genauso gehören auch HR-Prozesse digital umgesetzt. Mit der Kombination von ESS und MSS haben Unternehmen die Chance, als moderner Arbeitgeber zu punkten und gleichzeitig Ressourcen zu sparen. So bleiben Kommunikationswege kurz trotz räumlicher Distanz zwischen Büro und Home-Office, zahlreiche Anträge können schnell erledigt werden. Auch der nächste Schritt zum papierlosen Büro wird mit digitalen Prozessen unterstützt. Für die Abteilung Human Resources bringt Digitalisierung eine spürbare Entlastung, denn gerade die einfachen Prozesse wie Urlaubsanträge oder Aktualisierung von Mitarbeiterdaten sind zumeist mühselig und zeitraubend.

 

Mitarbeiter-Selbstverwaltung hat viele Vorteile

  • Das Smartphone ist immer dabei und damit auch die benötigten Self Service Prozesse für HR.
  • Prozesse wie Urlaubsanträge, Verrechnung von Dienstreisen oder Kursanmeldungen werden schneller und können jederzeit und an jedem Ort gestartet oder bearbeitet werden.
  • Transparenz für alle Beteiligten, von Antragstellung bis Erledigung bzw. Genehmigung.
  • Papierlose Prozesse sparen Zeit und Geld, denn Daten werden nur einmal erfasst und das verhindert auch Fehler.
  • Mehr Sicherheit für sensible Personaldaten, weil keine Zettel herumliegen oder weitergegeben werden müssen.
  • Höhere Zufriedenheit der Belegschaft durch Eigenverantwortung, Transparenz, Kontrolle über Daten und schnellere Prozesse.
  • Höhere Zufriedenheit in der Personalabteilung, weil sie von wiederkehrenden Routinetätigkeiten entlastet wird und mehr Zeit für Personalentwicklung gewinnt.
Beitrag teilen Facebook Twitter LinkedIn XING

Weitere Artikel

5. April 2019 Was hält Ihre Mitarbeiter von der Arbeit ab?

2 von 3 Arbeitnehmern sind nur teilweise oder gar nicht motiviert – das sagt eine Sage Studie. Wie sieht es aus, wenn Sie durch Ihr Unternehmen gehen? In der Studie sagen die Befragten aber auch, wie die Motivation und damit die Produktivität verbessert werden kann: Stellen Sie Ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt, nehmen Sie Ihre Mitarbeiter wahr mit all ihren Eigenschaften und Wünschen. So werden Sie zu einer People Company.

20. Oktober 2020 Arbeitsmodelle Zukunft

Top-down Strukturen haben die industriell geprägte Organisation groß gemacht. In einer komplexen Welt funktionieren jedoch diese starren Systeme nicht mehr. Wir zeigen Ihnen, was sich verändert hat und geben Tipps, wie Sie Ihre Organisation für künftige Anforderungen ausrichten.

9. Januar 2025 Neuerungen in der Personalverrechnung 2025

Neue Taggeldsätze, höheres und einheitliches Kilometergeld, Ende der Wochengeldfalle, Telearbeit und Unfallversicherung, Berechnungen für Altersteilzeit, Nutzen der ÖGK-Fokusgruppe – wir haben die Highlights und Fragen der DPW-Jahresseminare für Sie zusammengefasst.