Die Mitarbeiter an erster Stelle

Damit ein Unternehmen nachhaltig wächst, braucht es motivierte Mitarbeiter, die sich ihrer Firma verbunden fühlen. Der Weg dorthin heißt People Company bzw. mitarbeiterorientierte Organisation. Eine Investition, die sich nicht nur lohnt, sondern heute eine Notwendigkeit ist.

Was ist eine People Company

Die mitarbeiterorientierte Organisation sieht ihre Mitarbeiter stets an erster Stelle – gut und prägnant drückt das der englische Begriff „People Company“ aus. Die Mitarbeiter liefern ja auch die Grundlage für Erfolg, denn hinter jeder disruptiven Innovation, hinter jedem perfekten Produkt, hinter jeder Dienstleistung die einen Kunden zufrieden macht oder hinter jeder erfolgreichen Werbekampagne stehen Mitarbeiter mit ihren speziellen Fähigkeiten und Ideen.

Wenn Sie als Unternehmen Ihre Mitarbeiter an erste Stelle setzen, gewinnen Sie einen Vorsprung im Wettbewerb. Sie investieren dort, wo größtes Wachstumspotenzial ist, Sie investieren in Ihre Mitarbeiter. Und ziehen damit auch die besten Köpfe an, bzw. binden erfolgreiche Mitarbeiter dauerhaft an Ihr Unternehmen – in Anbetracht des War for Talents ist das eine unternehmenskritische Strategie. Denn egal in welcher Branche Sie tätig sind, Fach- und Führungskräfte werden heute gesucht wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen.

HR bekommt eine führende Rolle

Human Resources muss den Weg zur mitarbeiterorientierten Organisation anführen. Hand in Hand gehen damit neue Rollen, Aufgaben und Werkzeuge; in gleicher Weise verändern sich sowohl die Bezeichnung, als auch die Bedeutung innerhalb Ihres Unternehmens: Von der Personalabteilung die vielfach Verwaltungsaufgaben durchführte, über Human Resources mit dem Fokus auf Skills, geht es nun zu HR mit den strategischen Funktionen der People Company: passgenaue Förderung, Motivation, Mitarbeitererlebnis.

Sage hat 3500 Arbeitnehmer mit verschiedenen Funktionen und aus unterschiedlichsten Organisationen befragt, dabei kam klar heraus: Mit einem Kulturwandel zur People Company wird die Produktivität steigen; diese Aussage bestätigen die Mitarbeiter (gesamt) zu 78%, die Gruppe der Millennials bestätigt dies sogar zu 92%.

Wie schenken Sie den Mitarbeitern Ihr Hauptaugenmerk und legen den Grundstein für zukunftsorientiertes People Management? Wir empfehlen die folgenden 5 Schritte.

1 – Holen Sie sich das Wissen und Feedback Ihrer Mitarbeiter

Sie gewinnen damit in mehrfacher Weise. Denn wer um Rat oder seine Meinung gefragt wird, fühlt sich geschätzt und motiviert. Außerdem haben Ihre Mitarbeiter einen Schatz von Erfahrungen und Ideen, mit dem sie gerne zum Wachstum des Unternehmens beitragen.
Beachten Sie jedoch: In der People Company geht es um regelmäßiges Einholen von Feedback, ebenso müssen Sie Ihren Mitarbeitern auch zeigen, dass deren Vorschläge angenommen und umgesetzt werden. Das einmalige jährliche Mitarbeitergespräch – so wie es lange Zeit gehandhabt wurde – hat in den Augen Ihrer Mitarbeiter wenig Wert, das wurde in der Sage Umfrage bestätigt.

2 – Bringen Sie Transparenz ins Personalwesen mit People Science

Daten liefern Ihnen Erkenntnisse und unterstützen Sie bei Entscheidungen, um Ihre Mitarbeiter bestmöglich und passgenau zu fördern. Für moderne Mitarbeiterführung benötigen Sie moderne HR-Tools, die Ihnen zahlreiche Analysen und Auswertungen liefern.
People Science beschränkt sich keinesfalls auf Analytics allein, das wäre erst der halbe Weg zur mitarbeiterorientierten Organisation. Vielmehr geht es darum, Verhaltensweisen Ihrer Mitarbeiter zu verstehen und daraus Maßnahmen abzuleiten, die sie motivieren und voranbringen.

3 – Nützen Sie Ihre Marke auch intern

Wie Sie Ihre Kunden ansprechen, wird regelmäßig zielgruppengenau analysiert und durchgeführt. Warum wenden Sie diese bewährten Techniken nicht auch intern an? Schauen Sie sich als HR etwas von den Techniken Ihrer Marketing-Kollegen ab und sorgen Sie für ein Mitarbeiter-Erlebnis.
Stellen Sie sicher, dass sich Ihre Mitarbeiter geschätzt fühlen. Informieren Sie regelmäßig über neue personalrelevante Themen und holen Sie auch Feedback dazu ein. Achten Sie dabei, in welchem Ton Sie News oder Mails verfassen.

4 – Sprechen Sie Anerkennung regelmäßig und persönlich aus

Einmal jährlich ein Bonus – diese Form der Anerkennung kann nur ein kleiner Teil der Strategie einer People Company sein. Agiles Arbeiten, wie es heute gefordert wird, erfordert auch regelmäßiges Feedback und vor allem regelmäßige Anerkennung.
Überlegen Sie, was jeden Einzelnen antreibt. Für manche ist es Geld, für andere Freizeit, für manche ist es eine öffentliche Anerkennung, andere wünschen sich ein Vier-Augen-Gespräch oder ein lobendes Mail aus dem Management. Jeder soll sich individuell wertgeschätzt fühlen.

5 – Ermöglichen Sie eigenständige Entscheidungen für flexibles Arbeiten

Kinder, die in der Früh zu Kindergarten oder Schule gebracht werden müssen; lange Anreisewege; konzentriertes ungestörtes Arbeiten; always on – es gibt viele Gründe, warum Mitarbeiter heute nicht mehr einen klassischen 9 to 5 Job haben, bzw. wollen.
Auch hier können Sie als People Company die Weichen stellen, indem Sie mit selbstbestimmten flexibleren Arbeitszeiten die Motivation fördern. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern das Gefühl von Autonomie geben, so wirkt sich das positiv auf die Produktivität aus.

Die Entwicklung zur People Company ist ein Weg auf dem es viele Punkte gibt, bei denen Sie ansetzen können und sollten. Das ist aber auch eine gute Nachricht. Denn mit welchem Schritt auch immer zwischen 1 und 5 Sie starten – beginnen Sie jedenfalls den Kulturwandel und stellen Sie Ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt; gerade für KMU ist das die beste Strategie, um nachhaltig erfolgreich zu sein und sich im Wettbewerb positiv abzuheben.

Beitrag teilen Facebook Twitter LinkedIn XING

Weitere Artikel

18. Februar 2019 Arbeitsrecht: Die Beendigung des Dienstverhältnisses im Krankenstand – Teil 1

Kündigungen im Krankenstand sind möglich, Arbeitgeber müssen dabei jedoch einige Regelungen bedenken. In diesem ersten Teil erfahren Sie die Grundlagen: Die Entgeltfortzahlung wurde neu geregelt, auch die Rechtsfolgen einer einvernehmlichen Auflösung im Krankenstand. Sie bekommen Vorgehensweisen und Fall-Beispiele, wie: Was ist bei der Zustellung der Kündigung im Krankenstand zu bedenken. Ergänzt durch Kommentare aus praktischer arbeitsrechtlicher Erfahrung.

30. Juli 2019 Personalanalyse mit Fakten

Die Finanzabteilung macht es schon lange, nämlich Controlling mit Analysetools. Auch Marketing und Vertrieb machen es schon lange, sie verwenden Analytics Werkzeuge, um Präferenzen und Verhalten von Interessenten oder Kunden zu tracken und damit zielgenaue Werbung zu konzipieren, inklusive Erfolgsmessung der Kampagnen. Einzig die Personalabteilung arbeitet oft noch ohne moderne Analysetools: In Ermangelung von datenunterstützten Entscheidungshilfen, etwa bei der Personalentwicklung, heißt es teilweise auf Erfahrung und Bauchgefühl zu vertrauen.
Die HR-Verantwortlichen sind sich durchaus dieses Mankos bewusst, denn der Mitarbeiter ist heute das wichtigste Asset, um im Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Lesen Sie hier über strategische Personalanalyse basierend auf Fakten.

20. Juli 2022 Whistleblower Update Österreich

Korruption muss vermehrt aufgedeckt werden. Wir zeigen Ihnen, was in Österreich mit dem HinweisgeberInnenschutzgesetz (HSchG) zusätzlich zur EU-Whistleblower Richtlinie gilt, worauf Sie daher bei der Auswahl eines Meldesystems achten sollten und warum jetzt Zeit zum Handeln ist.